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Maximumm: Regattieren in Südfrankreich

In der ersten Oktoberwoche dieses Jahres hat sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt. Wir wollten mit der "Maximumm" unbedingt einmal auf dem Meer und mit anderen Booten derselben Klasse regattieren. Die Crew (Chris Dunkel, Daniele Fomasi, Daniel Meyer/Skipper, Philipp Sprecher, Däme Thalmann und Daniel Wild) haben das Boot selber nach Frankreich verbracht. Ziel war der Süden, wo die zwanzigste Durchführung von "Les Voiles de Saint-Tropez" durchgeführt wurde.

Die Segelwoche kündigte sich mit sehr starken NW-Winden an. Von 5 geplanten Retattatagen wurden leider zwei wegen zu starken Windverhältnissen gar nicht erst gestartet. Auch für die restlichen drei Tage verwöhnte uns der Wind sehr grosszügig. Die Verhältnisse forderten leider ihren Tribut: Kleinere Materialschäden und zwei enttäuschende Rangierungen auf den Plätzen 15 und 21 (25 Teilnehmer in unserer IRC - Gruppe) waren die Folge. Es zeigte sich, dass wir auf dem Zürichsee zu wenig Regatta-Routine für Windstärken zwischen 5 - 6 Bf. hatten. Erleichterung und wieder richtig Spass kam dann am letzten Renntag auf. Bei etwas moderateren 3 - 4 Bf. zeigte sich,  dass wir auch mit unseren Zürisee-Erfahrungen durchaus sehr gut  mit anderen Booten derselben Klasse (Farr 30) mithalten oder sogar schlagen konnten. Der 4. Platz im dritten Rennen wurde dann auch entsprechend erleichtert aufgenommen.

Das wichtigste aber waren die Erfahrungen mit Boot und Material und natürlich die gute Stimmung und der grosse Spass im Team durch die ganze Woche hindurch.

Maximumm-Crew

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SYH Oldies - "Stein und Wein"

Zürichsee-Reisli zu 'Stein und Wein' vom 26.September 2019

organisiert und von Anfang an dabei : Liane und Helmuth Stanisch (Obmann) und Rosemary und Ueli Steiger, Esther und Hädé Seifert, Ruth und Werner Maurer, im Laufe der Reise dazugestossen: Rös Abegg, Maria und Albert Kunz (Gründungsvater der Oldies), Marjatta und Hansruedi  Landolt, Marlies und Lucas von Schulthess, Lucie Wyss,  Frederik Vornholt,  Marcel Andris; nicht mehr dabei: Urs Wyss (Wegbereiter der Clubhauserweiterung 2007) , Edgar Stromer (Gründungsmitglied unseres Clubs 1973) mit seiner Christine.

Zuerst waren es acht wetterfeste, der morgendlichen Nässe trotzende SYH-Oldies, die der Einladung zum diesjährigen Oldiesreisli gefolgt waren und sich unter verhangenem Himmel im geschichtsträchtigen Rebberg der Meilemer Chorherren ob der Seehalde trafen.
Ja, Geschichte war ja unter dem Reisli-Motto «Stein und Wein» angesagt, und wie!
Unser Weg führt uns mit wunderschönem Blick in Richtung der in der Morgendämmerung liegenden Glarner Alpen an tropfenden, schon etwas herbstlich eingefärbtem Rebenlaub vorbei.
Wir laufen mit einem von Ueli gewecktem Bewusstsein über glaziale Ablagerungen mehrerer limnische Horizonte aus Mergel, Kalk, Nagelfluh und Knauer- und Glimmersandstein.
Wir lernen bei einem ersten, im Chorherren Rebberg aus mitgebrachten Gläsern professionell geschlürften und gebissenen Schluck den roten (!) Räuschling kennen. Einen lachsfarbenen Wein «mit intensiven Aromen von Rosen und Caramel mit milder Säure und einem vollen Körper»...  
Und das noch vor der sexta hora!
Wir erfahren dabei aber auch, dass sich unsere Alpengletscher vor rund 25’000 Jahren am stärksten ausgebreitet haben und bis ins Alpenvorland vordrangen. Für «Klimaveränderungverängstigte» war es sicher auch beruhigend zu hören, dass sie sich in den letzten 120'000 Jahren bereits über zehn Mal ausgebreitet und wieder zurückgezogen haben. Wir lernen zudem, dass wir uns derzeit bis zum gänzlichen Abschmelzen einer der Pole in einem Eiszeitalter befinden.
Da wir aber nicht auf die kommende Warmzeit warten wollen, können, wärmen wir uns beim Verkosten weiterer autochthoner Tropfen auf, die wir ja, wie wir lernen, dem wüchsigen Boden (Terroir) der Chorherren und Seehalde aus verwittertem Moränenschutt und Molasse zu verdanken haben, der die Reben gut und tiefgründig wurzeln lässt.
Nach dem ersten und grosszügigen Löschen des (Wissens-) Durstes treffen wir am Bahnhof Meilen und Uetikon weitere Oldies, die mit uns auf der Fahrt nach Rapperswil an uns vertrauten, aber von Ueli nun geologisch zugeordneten Rebhängen vorbeifahren. U.a. dem Lattenberg und dem Höcklistein, die noch an den Glanz vergangener Zeiten erinnern.
Nach ein paar Schritten im aufhellenden Wetter besteigen wir die Stadt Rapperswil, die uns im edlen Salon unter Dampf und ohne Havarie über späteiszeitliche Bodenlehme und die harte Nagelfluh Felsbank der Synklinalen Wädenswil-Stäfa mit dem bei uns Seglern gefürchteten Stäfner Stein zur Halbinsel Au überführt. Die Fahrt über den See inspiriert auch zu alten (Oldy) Erinnerungen an unsere Segelabenteuer. Beim Blick hinüber an die «Goldküste» können wir feststellen, dass das Ufer im Gegensatz zum linken Ufer (Wollerau!), immer noch von schönen Reblagen geprägt wird, die das unschöne Siedlungsband unterbrechen. Dennoch, die einst fast 2000 Hektaren Rebfläche hat sich heute auf 170 Hektaren verringert. Drei wunderschöne Kupferstiche von Heinrich Brupbacher zeigen die ganze Pracht der damaligen Zürichseeufer im Jahr 1794. Das Lavaux lässt grüssen!
Nach Atem raubenden Aufstieg auf den Eiszeitschotterkegel der Halbinsel Au treffen wir noch auf weitere Oldies, sodass Helmuth in der Buurestube des Landgasthofes Au mit üblich launischen Worten insgesamt 18 (!) SYH-Oldies begrüssen kann.
Nach üppigem Mal und lebhaften «Wäisch-No»-Gesprächen, überrascht uns Helmuth mit einem Wermuthstropfen. Nach zehn (!) Jahren verdienstvoller Präsidialzeit äussert er den nachvollziehbaren Wunsch zurückzutreten und schenkt uns Zeit über seine Nachfolge nachzudenken. Keine Zeit brauchen wir hingegen bereits an dieser Stelle, ihm für sein wertvolles Engagement für uns Oldies ganz herzlich zu danken!
Anschliessend besuchen wir gestärkt und auch etwas weinselig das eindrückliche Weinbaumuseum, das in einer grosszügig umgebauten Scheune, nebst unzähligen interessanten historischen Rebbaugegenständen eine noch funktionstüchtige, 13 Meter lange und 250 Jahre alte (1761) Eichenbaumpresse beherbergt.
Unter kundiger und engagierter Führung eines pensionierten Lehrers und Seglers erfahren wir erneut Wissenswertes.

Nach einer letzten Degustation eines «Sauren, der in der Heimat rann», der mit der eindrücklichen Trotte abgepresst wurde, geht der wunderschöne Tag mit vielen Eindrücken und unterhaltsamen Gesprächen im Freundeskreis zu Ende und wir machen uns individuell auf den Heimweg.
Mit der Fähre fahren wir auf dem Wasser über kreidigen Lagen und Lehm mit dem kriechenden Lockergestein des Seegrundes, diesmal die Antiklinale Käpfnach-Grüningen rechts von uns lassend, unserer Start-Ziellinie zu.
In Meilen gehen wir an Land, nicht ohne vorher nochmals, nun mit Kennerblick demütig, hinauf auf die Sandsteinbänke oberhalb der schönen Rebhänge von Seehalde und Chorherren zu blicken.

Für den Bericht zeichnet Hädé Seifert

Zürichsee Cup 2019

Vom Freitagmittag 6. bis am Sonntag 8. September 2019 wurde zum 16. Mal die Meisterschaft der Segelclubs - der Zürichsee Cup - ausgetragen. Der Cup wurde dieses Jahr vom Zürcher Yacht Club organisiert. Das Team des SYH war mit dem Opti-Segler Leo Frey, dem Lasersegler Philipp Sprecher und auf der mOcean mit der Besatzung Peter (Steuermann), Markus Vetterli, Jan Vorholt und Gregory Vetterli am Start.

Den ersten Einsatz am Freitag und am Samstag hatte unser Junior und Opti-Segler Leo Frey. Bei guten Bedingungen hat er sich tapfer geschlagen und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Am Samstagnachmittag kamen dann die Laser und die mOcean's zum Einsatz. Auch hier waren die Bedingungen gut und es konnten mehrere Läufe gesegelt werden. Der Sonntag zeigte sich von ganz anderer Seite: Praktisch windstill, Lufttemperatur auf 10 Grad gesunken und es regnete aus Giesskannen. Besonders unserem Laser-Segler Philipp Sprecher setzte die Warterei auf dem Wasser sichtlich zu. Bis sich die blaue Verfärbung an Lippen und Händen wieder abgebaut hatte, dauerte es bis zum Abend. Aufgrund des fehlenden Winds konnten leider weder unser Laser noch die mOcean-Besatzung einen Lauf absolvieren. Letztendlich resultierte für den SYH der 14. Gesamtrang, was angesichts des kurzfristig zusammengewürfelten Teams mehr als zufriedenstellend beurteilt werden kann. Als Sieger des Zürichsee-Cups 2019 wird wiederum der Zürcher Yacht Club die Austragung in zwei Jahren organisieren.

Wir werden wieder dabei sein!

SYH, mehr als Segeln,

Markus Vetterli

 

420er + 470er SYH / SVT

Punktemeiserschaft 420er + 470er SYH / SVT am 21. + 22. September 2019

Am Wochenende organisierten die Segelvereinigung Thalwil SVT und der Segel- und Yachtclub Herrliberg SYH gemeinsam die Punktemeisterschaft der 420er und 470er Jollen, schon zum sechsten Mal. Der SYH stellte den Grossteil vom Wasserteam, die SVT die Landorganisation und das Zielschiff.

Nach langem Warten konnten am Samstagabend und am Sonntagnachmittag zwei Wettfahrten bei leichten Oberwinden durchgeführt werden.

Vielen Dank an alle Helfer vom SVT und vom SYH zur Durchführung des gelungenen Anlasses. Wir alle freuen uns schon auf die gemeinsame Durchführung im Herbst 2020.

Für den SYH im Einsatz waren: Claude, Walter, Risto, Dani, Peter, Marcel, Laurent, Nicolas und Jarmo.

> Ranglisten

SYH/SVE Segeln mit der Martinstiftung

Am Samstag 7. September kurz vor 14h füllte sich das SYH-Areal lautstark mit viel Vorfreude auf einen herrlichen Segel-Tag.

Nach dem letztjährigen Unterbruch wegen der 125-Jahr-Jubiläumsfeier der Martinstiftung Erlenbach trafen sich nun wieder rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner der MSE zusammen mit ihren Betreuerinnen und Betreuer im SYH. Das Wetter hat nach dem Regen der Vortage pünktlich auf den Samstag hin abgetrocknet und versprach uns allen mit einem schönen und konstanten Südwind ein tolles Segelerlebnis. Alle Teilnehmer wurden schon bald mit Schwimmwesten ausgerüstet und in Gruppen auf die einzelnen Schiffe verteilt.

Drei Segelyachten aus dem SYH und zwei Schiffe der befreundeten Segelvereinigung Erlenbach standen inkl. Skipper und Crew für die rund eineinhalbstündige Ausfahrt zur Verfügung. Es ist immer wieder herrlich zu erleben, wie schnell sich die Gäste nach anfänglich zögerlichem Besteigen der Schiffen auf dem schaukelnden Untergrund rasch wohlfühlen und wie viel Freude aus ihren Gesichtern strahlt.

Zurück an Land freuten sich dann alle auf die obligate Bratwurst, die dieses Jahr von Barbara perfekt grilliert und von Tilla und Gian-Andrea verteilt wurden. Nicht fehlen durfte natürlich zum Dessert die traditionell von der Segel Vereinigung Erlenbach gestifteten Cremeschnitten. Gegen 17h verabschiedete sich die illustre Gästeschar wieder mit viel Lob und voll von schönen Erinnerungen. Nicht wenige von ihnen meldeten bereits an, dass sie auch nächstes Jahr gerne wieder mit dabei sind. Was gibt es für ein besseres Kompliment für einen tollen Anlass der bereits vor rund 20 Jahren ins Leben gerufen wurde?

Maja & Hansjörg