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Herbstputz 2019

Am Samstag 15. November 2019 trafen sich die Mitglieder im SYH, um das Clubhaus für den bevorstehenden Winter vorzubereiten. Die etwa 25 SYH’ler (inkl. Junioren und deren Eltern) machten sich um 9.30 Uhr an die Arbeit.

An diesem schönen Herbsttag konnten einige Arbeiten erledigt werden. Die Junioren verpackten ihre Optimisten und sowie die Trainerschlauchboote. Die Eltern befreiten den Jollensteg von den immer wieder nachwachsenden Brombeersträuchern. Der Rest rechte das Laub zusammen und stutzte noch einzelne Bäume. Nach dem Mittagessen konnte aufgrund des Fortschrittes der Anlass  beendet werden.

Absegeln 2019

Grosse Beteiligung beim SYH Absegeln 2019

Das war ein super Anlass ! Nicht nur der Klacks Schlagrahm  samt Peterli-Streusel auf Marc Schellings fantastischer Gerstensuppe war top. Nein auch alles andere hat mitgespielt. Da waren die acht SYH-Skipper/innen die sich schon vor Wochen spontan bereit erklärt hatten, unseren Mitgliedern, Junioren und Junioreneltern ein Regattaerlebnis zu ermöglichen und da waren auch die Wettergötter die uns Wind, Sonne und einen unschlagbaren Herbsthimmel nach Herrliberg geschickt haben.

Über 50 Anmeldungen erlaubten es, mit den vier von Sailbox gemieteten mOceans acht Mannschaften zu bilden. Entgegen allen Erwartungen kam Wind auf, so dass Jarmo Wieland und Xavier Dobler gleich mit den ersten Läufen starten konnten. Mit Motorbooten wurde nach jedem Up/Downrace die Skipper und ihre Crews auf dem Wasser ausgetauscht und der nächste Start konnte unmittelbar folgen. Nach fünf Läufen und nach einer Verpflegungspause zu Land waren die Bedingungen dann wieder so, dass wir sogar noch 2 Finalläufe realisieren konnten.

Spezielle Begeisterung herrschte bei den Junioren, welche ihr Absegeln 2019 ebenfalls auf den Jachten durchführen durften und in die Crews integriert wurden. Da herrschte der Lautstärke der Diskussionen nach zu schliessen viel Wettbewerb und Begeisterung.

SYH Clubmeister 2019 wurde die Mannschaft von Skipper Philipp Sprecher mit Len und mit seiner Crew: Isabel Diener mit Carla,  Ben McManus (SYH Junior), Jon McManus, Walter Schneider, LenHerzliche Gratulation.

Brigitte Knup und Marc Schelling ist nicht nur für die Verpflegung am Rande des Segelnachmittags, sondern auch für die Fortsetzung des Absegelns im Restaurant La Baracca in Erlenbach zu danken, wo sich nebst den aktiven Segeler/innen vom Nachmittag auch noch weitere Clubmitglieder zum Apéro und Nachtessen zusammen gefunden haben.

Die Botschaft die ich überall gehört habe war klar: Das Format hat sich auch beim zweiten Mal sehr bewährt und macht Spass. Der Vorstand nimmt das gerne auf und wird 2020 für eine Wiederholung sorgen.  

Chris Dunkel (Junioren), Brigitte Knup (Gesellschaftliches), Jarmo Wieland (Regatten)

Maximumm: Regattieren in Südfrankreich

In der ersten Oktoberwoche dieses Jahres hat sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt. Wir wollten mit der "Maximumm" unbedingt einmal auf dem Meer und mit anderen Booten derselben Klasse regattieren. Die Crew (Chris Dunkel, Daniele Fomasi, Daniel Meyer/Skipper, Philipp Sprecher, Däme Thalmann und Daniel Wild) haben das Boot selber nach Frankreich verbracht. Ziel war der Süden, wo die zwanzigste Durchführung von "Les Voiles de Saint-Tropez" durchgeführt wurde.

Die Segelwoche kündigte sich mit sehr starken NW-Winden an. Von 5 geplanten Retattatagen wurden leider zwei wegen zu starken Windverhältnissen gar nicht erst gestartet. Auch für die restlichen drei Tage verwöhnte uns der Wind sehr grosszügig. Die Verhältnisse forderten leider ihren Tribut: Kleinere Materialschäden und zwei enttäuschende Rangierungen auf den Plätzen 15 und 21 (25 Teilnehmer in unserer IRC - Gruppe) waren die Folge. Es zeigte sich, dass wir auf dem Zürichsee zu wenig Regatta-Routine für Windstärken zwischen 5 - 6 Bf. hatten. Erleichterung und wieder richtig Spass kam dann am letzten Renntag auf. Bei etwas moderateren 3 - 4 Bf. zeigte sich,  dass wir auch mit unseren Zürisee-Erfahrungen durchaus sehr gut  mit anderen Booten derselben Klasse (Farr 30) mithalten oder sogar schlagen konnten. Der 4. Platz im dritten Rennen wurde dann auch entsprechend erleichtert aufgenommen.

Das wichtigste aber waren die Erfahrungen mit Boot und Material und natürlich die gute Stimmung und der grosse Spass im Team durch die ganze Woche hindurch.

Maximumm-Crew

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SYH Oldies - "Stein und Wein"

Zürichsee-Reisli zu 'Stein und Wein' vom 26.September 2019

organisiert und von Anfang an dabei : Liane und Helmuth Stanisch (Obmann) und Rosemary und Ueli Steiger, Esther und Hädé Seifert, Ruth und Werner Maurer, im Laufe der Reise dazugestossen: Rös Abegg, Maria und Albert Kunz (Gründungsvater der Oldies), Marjatta und Hansruedi  Landolt, Marlies und Lucas von Schulthess, Lucie Wyss,  Frederik Vornholt,  Marcel Andris; nicht mehr dabei: Urs Wyss (Wegbereiter der Clubhauserweiterung 2007) , Edgar Stromer (Gründungsmitglied unseres Clubs 1973) mit seiner Christine.

Zuerst waren es acht wetterfeste, der morgendlichen Nässe trotzende SYH-Oldies, die der Einladung zum diesjährigen Oldiesreisli gefolgt waren und sich unter verhangenem Himmel im geschichtsträchtigen Rebberg der Meilemer Chorherren ob der Seehalde trafen.
Ja, Geschichte war ja unter dem Reisli-Motto «Stein und Wein» angesagt, und wie!
Unser Weg führt uns mit wunderschönem Blick in Richtung der in der Morgendämmerung liegenden Glarner Alpen an tropfenden, schon etwas herbstlich eingefärbtem Rebenlaub vorbei.
Wir laufen mit einem von Ueli gewecktem Bewusstsein über glaziale Ablagerungen mehrerer limnische Horizonte aus Mergel, Kalk, Nagelfluh und Knauer- und Glimmersandstein.
Wir lernen bei einem ersten, im Chorherren Rebberg aus mitgebrachten Gläsern professionell geschlürften und gebissenen Schluck den roten (!) Räuschling kennen. Einen lachsfarbenen Wein «mit intensiven Aromen von Rosen und Caramel mit milder Säure und einem vollen Körper»...  
Und das noch vor der sexta hora!
Wir erfahren dabei aber auch, dass sich unsere Alpengletscher vor rund 25’000 Jahren am stärksten ausgebreitet haben und bis ins Alpenvorland vordrangen. Für «Klimaveränderungverängstigte» war es sicher auch beruhigend zu hören, dass sie sich in den letzten 120'000 Jahren bereits über zehn Mal ausgebreitet und wieder zurückgezogen haben. Wir lernen zudem, dass wir uns derzeit bis zum gänzlichen Abschmelzen einer der Pole in einem Eiszeitalter befinden.
Da wir aber nicht auf die kommende Warmzeit warten wollen, können, wärmen wir uns beim Verkosten weiterer autochthoner Tropfen auf, die wir ja, wie wir lernen, dem wüchsigen Boden (Terroir) der Chorherren und Seehalde aus verwittertem Moränenschutt und Molasse zu verdanken haben, der die Reben gut und tiefgründig wurzeln lässt.
Nach dem ersten und grosszügigen Löschen des (Wissens-) Durstes treffen wir am Bahnhof Meilen und Uetikon weitere Oldies, die mit uns auf der Fahrt nach Rapperswil an uns vertrauten, aber von Ueli nun geologisch zugeordneten Rebhängen vorbeifahren. U.a. dem Lattenberg und dem Höcklistein, die noch an den Glanz vergangener Zeiten erinnern.
Nach ein paar Schritten im aufhellenden Wetter besteigen wir die Stadt Rapperswil, die uns im edlen Salon unter Dampf und ohne Havarie über späteiszeitliche Bodenlehme und die harte Nagelfluh Felsbank der Synklinalen Wädenswil-Stäfa mit dem bei uns Seglern gefürchteten Stäfner Stein zur Halbinsel Au überführt. Die Fahrt über den See inspiriert auch zu alten (Oldy) Erinnerungen an unsere Segelabenteuer. Beim Blick hinüber an die «Goldküste» können wir feststellen, dass das Ufer im Gegensatz zum linken Ufer (Wollerau!), immer noch von schönen Reblagen geprägt wird, die das unschöne Siedlungsband unterbrechen. Dennoch, die einst fast 2000 Hektaren Rebfläche hat sich heute auf 170 Hektaren verringert. Drei wunderschöne Kupferstiche von Heinrich Brupbacher zeigen die ganze Pracht der damaligen Zürichseeufer im Jahr 1794. Das Lavaux lässt grüssen!
Nach Atem raubenden Aufstieg auf den Eiszeitschotterkegel der Halbinsel Au treffen wir noch auf weitere Oldies, sodass Helmuth in der Buurestube des Landgasthofes Au mit üblich launischen Worten insgesamt 18 (!) SYH-Oldies begrüssen kann.
Nach üppigem Mal und lebhaften «Wäisch-No»-Gesprächen, überrascht uns Helmuth mit einem Wermuthstropfen. Nach zehn (!) Jahren verdienstvoller Präsidialzeit äussert er den nachvollziehbaren Wunsch zurückzutreten und schenkt uns Zeit über seine Nachfolge nachzudenken. Keine Zeit brauchen wir hingegen bereits an dieser Stelle, ihm für sein wertvolles Engagement für uns Oldies ganz herzlich zu danken!
Anschliessend besuchen wir gestärkt und auch etwas weinselig das eindrückliche Weinbaumuseum, das in einer grosszügig umgebauten Scheune, nebst unzähligen interessanten historischen Rebbaugegenständen eine noch funktionstüchtige, 13 Meter lange und 250 Jahre alte (1761) Eichenbaumpresse beherbergt.
Unter kundiger und engagierter Führung eines pensionierten Lehrers und Seglers erfahren wir erneut Wissenswertes.

Nach einer letzten Degustation eines «Sauren, der in der Heimat rann», der mit der eindrücklichen Trotte abgepresst wurde, geht der wunderschöne Tag mit vielen Eindrücken und unterhaltsamen Gesprächen im Freundeskreis zu Ende und wir machen uns individuell auf den Heimweg.
Mit der Fähre fahren wir auf dem Wasser über kreidigen Lagen und Lehm mit dem kriechenden Lockergestein des Seegrundes, diesmal die Antiklinale Käpfnach-Grüningen rechts von uns lassend, unserer Start-Ziellinie zu.
In Meilen gehen wir an Land, nicht ohne vorher nochmals, nun mit Kennerblick demütig, hinauf auf die Sandsteinbänke oberhalb der schönen Rebhänge von Seehalde und Chorherren zu blicken.

Für den Bericht zeichnet Hädé Seifert

Zürichsee Cup 2019

Vom Freitagmittag 6. bis am Sonntag 8. September 2019 wurde zum 16. Mal die Meisterschaft der Segelclubs - der Zürichsee Cup - ausgetragen. Der Cup wurde dieses Jahr vom Zürcher Yacht Club organisiert. Das Team des SYH war mit dem Opti-Segler Leo Frey, dem Lasersegler Philipp Sprecher und auf der mOcean mit der Besatzung Peter (Steuermann), Markus Vetterli, Jan Vorholt und Gregory Vetterli am Start.

Den ersten Einsatz am Freitag und am Samstag hatte unser Junior und Opti-Segler Leo Frey. Bei guten Bedingungen hat er sich tapfer geschlagen und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Am Samstagnachmittag kamen dann die Laser und die mOcean's zum Einsatz. Auch hier waren die Bedingungen gut und es konnten mehrere Läufe gesegelt werden. Der Sonntag zeigte sich von ganz anderer Seite: Praktisch windstill, Lufttemperatur auf 10 Grad gesunken und es regnete aus Giesskannen. Besonders unserem Laser-Segler Philipp Sprecher setzte die Warterei auf dem Wasser sichtlich zu. Bis sich die blaue Verfärbung an Lippen und Händen wieder abgebaut hatte, dauerte es bis zum Abend. Aufgrund des fehlenden Winds konnten leider weder unser Laser noch die mOcean-Besatzung einen Lauf absolvieren. Letztendlich resultierte für den SYH der 14. Gesamtrang, was angesichts des kurzfristig zusammengewürfelten Teams mehr als zufriedenstellend beurteilt werden kann. Als Sieger des Zürichsee-Cups 2019 wird wiederum der Zürcher Yacht Club die Austragung in zwei Jahren organisieren.

Wir werden wieder dabei sein!

SYH, mehr als Segeln,

Markus Vetterli